Kunst in der Messe.


Tobias Rehberger
(*1966), Frankfurt a.M.

Tobias Rehbergers Arbeiten reflektieren seine Auseinandersetzung mit anderen Personen, künstlerischen Positionen oder kulturellen Fragestellungen. Sie sind Instrumente, mit denen er sich zu seiner Umgebung in ein Verhältnis setzt, häufig, indem er andere daran beteiligt. So ließ er beispielsweise Handwerker in Kamerun Möbel von europäischen Klassikern des Stuhldesigns nach seinen Zeichnungen ausführen und thematisiert damit die Problematik des kulturellen Austauschs. Immer wieder bindet er auch sein persönliches Umfeld ein und verarbeitet Biographisches aus seiner Familie. Er befragte Freunde nach ihrem Idealbild von einer angenehmen Situation, das er dann in modellhaften Installationen umsetzte. Indem er andere in seine Arbeit einbezieht, beschreibt er ein Selbstverständnis, das nicht vom autonomen Künstler ausgeht, sondern sich als Subjekt versteht, das erst in der Auseinandersetzung mit anderen Menschen Vorstellungen und Ideen entwickelt. Im Grunde ist jede Arbeit eine Gemeinschaftsarbeit.

Sein künstlerischer Beitrag für Leipzig besteht in der gesamten graphischen Gestaltung der Drucksachen für die "Kunst in der Neuen Messe Leipzig". Mit dem Entwurf von Einladungskarten, Katalogen und Plakaten setzt er sich auch hier in Bezug zu den Arbeiten der anderen eingeladenen Künstler.



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